Die Schraube

Die Schraube

Die Frage, die sich selbst beantwortet

Handwerklich begabt? Die Frage traf mich gestern etwas unvorbereitet. Ich wusste nicht genau, worauf mein Gegenüber hinauswollte – meinte er es allgemein, oder wollte er wissen, ob ich meine Zauberei-Requisiten selbst baue? Kurz überlegte ich. Dann entschied ich: Ich lasse die Antwort lieber für sich selbst sprechen.

Ein Problem, das jeder kennt

Ich erzählte ihm von einer Alltagssituation, die vermutlich jedem vertraut ist. Man sucht im Keller eine Schraube mit passender Mutter – und findet tatsächlich beides erstaunlich schnell. Soweit, so gut. Doch dann beginnt das eigentliche Ärgernis: Die Mutter sitzt bereits bis zum Ende der Schraube aufgedreht fest, und man muss sie mühsam Windung für Windung wieder herunterkurbeln, bevor man überhaupt anfangen kann zu arbeiten.

Mein Bekannter nickte sofort. Ja, das kannte er nur zu gut.

Wozu bin ich schließlich Zauberer?

Genau an diesem Punkt kam mein Auftritt. Denn irgendeinen Vorteil sollte das Zaubern ja haben – und dieser Moment war eindeutig einer davon. Ich zeigte ihm das Kunststück, das im Video zu sehen ist.

Sein Gesicht: schlichtweg erstaunt.

Noch bevor er richtig in Worte fassen konnte, was er gerade gesehen hatte, stellte er die entscheidende Frage: *„Könnte ich das auch?“*

Die Antwort musste ich ihm leider schuldig bleiben – denn das bleibt uns Zauberern vorbehalten.

Und damit hatte sich die ursprüngliche Frage nach der handwerklichen Begabung auf ihre eigene, charmante Art beantwortet. Nicht mit Worten, nicht mit einer langen Erklärung – sondern mit dem besten Argument, das ein Zauberer hat: dem Staunen im Gesicht des anderen.

Eine Meinung zu “Die Schraube”

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